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Der Heimat und Verkehrsverein Kleinensee hat am Donnerstag den 03.06.2010 (Fronleichnam) eine gemütliche Wandertour durchgeführt.

 

Start war um 10.00 Uhr ab Gaststätte Knies


Ein Wagen für die Älteren und Fusskranken wurde auch wieder eingesetzt.

Für Essen und Trinken war nach der Wanderung am Grillplatz gesorgt.

Fleißige Helfer sorgten dafür, daß alle Teilnehmer mit dieser Wanderung zufrieden waren.


Iris sorgte für den Nachschub an Getränken

Bernd, Hans-Karl und Georg sorgten für das leibliche Wohl.


Bei diesem herrlichen Wetter war es am Grillplatz sehr angenehm.



Da wo einst Mauer und Maschendrahtzaun zwei kleine Ortschaften trennte, sind heute nur noch Reste davon vorhanden, die daran erinnern, dass hier eine innerdeutsche Grenze verlief.

Alljährlich treffen sich dort die Bewohner der hessischen Gemeinde Kleinensee und der thüringischen Gemeinde Großensee zu einem Dankfest. Ein Fest der Christen und nicht der Politiker. So auch am 16. Dezember in diesem Jahr, an dem Tag als vor 20 Jahren an besagter Stelle die Mauer als Grenzübergang geöffnet wurde. Mehr als 100 Bürger waren gekommen um mit Kerzen an den Mauerfall und das Wunder der friedlichen Revolution zu erinnern. Nachdem der Gesangverein Kleinensee das Dankfest mit dem Lied „Möge die Straße uns zusammenführen“ eröffnete, gedachten der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsverein und der Ortsvorsteher von Kleinensee, sowie Pfarrer Fritz Ewald (Kirchgemeinde Dankmarshausen und Großensee) mit ein paar Worten der Feierlichkeit. Enttäuscht zeigte sich Ortsvorsteher Klaus Krapf vom Magistrat der Stadt Heringen (zu der Kleinensee eingemeindet ist), der es nicht möglich machte, gemeinsam mit den umliegenden Nachbargemeinden, den 20sten Jahrestag der Grenzöffnung in einem würdigen Rahmen zu feiern. Er betonte die Unterstützung der Kirche bei der gewaltlosen friedlichen Revolution und bedankte sich bei Pfarrer Fritz Ewald und Pfarrer Reinhart Wachter. Sie unterstützen einst tatkräftig die Bürger der beiden Orte, bei ihren Bemühungen, ein Loch in die Mauer zu bekommen.

Und wie schon seit 20 Jahren gingen danach alle gemeinsam in die Kirche und anschließend ins Gemeindehaus. Immer im Wechsel, ein Jahr nach Großensee und eines nach Kleinensee.

Diesmal bewegte man sich durch eine Baustelle Richtung Kleinensee. Pfarrer Wachter, der jetzt in der Rhön lebt, kommt alle 5 Jahre aus diesem Anlass hierher. Er betreute damals die  Kirchgemeinden Leimbach, Widdershausen und Kleinensee. Gemeinsam mit Pfarrer Ewald gestaltete er am Abend den Gottesdienst in der Kirche zu Kleinensee und erinnerte sich, wie er genau vor zwanzig Jahren an selber Stelle, das erste und einzige mal, mit Applaus von der Predigt unterbrochen wurde. Die beiden Pfarrer verbindet eine lange Freundschaft, die schon aus der Vorwendezeit rührt. Und so wurden die Demonstrationen im November und Dezember 1989 auch immer gleichzeitig in Großen- und Kleinensee an der Grenze durchgeführt. Pfarrer Ewald und Pfarrer Wachter erinnern sich noch gut, wie sie sich am 11.12.1989 morgens um 8.00 Uhr an der Grenze trafen und ein Grenzsoldat der NVA nach dem Bürgermeister fragte, da dieser noch nicht anwesend war, bemerkte er: „so lange könne er nicht warten“  er wendete sich nicht an den thüringischen, sondern an den hessischen Pfarrer Wachter und fragte „wo soll eigentlich das Loch in die Mauer?“ Später wurde das Tor 144, welches sich vor der Mauer befand, geöffnet.

Seit dieser Zeit befand sich je ein Blechschild mit den Ziffern 144 in der Obhut der beiden Pfarrer. Die Schilder waren einst an beiden Torhälften befestigt. Am Mittwoch übergab im Gemeindehaus Kleinensee Pfarrer Wachter  dieses historische Zeitzeugnis an den stellvertretenden Ortsvorsteher Bernd Maus.

Der Heimat- und Verkehrsverein Kleinensee versorgte die hessischen und thüringischen Gäste dort mit deftigen Speisen und die Eisenbahnkapelle Gerstungen lies diesen gelungenen Abend musikalisch ausklingen.

 
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