"Wir befinden uns im Jahre 2018 n. Chr. 
Ganz Deutschland ist von den ?????? besetzt ... Ganz Deutschland?    Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Dorf  hört nicht auf, dem Eindringling  Widerstand zu leisten"


Kleinensee - das Dorf an der  (ehemaligen) Grenze !

 
 

4.Dezember 1944    Bomben auf Kleinensee

Nachfolgend 2  Zeitzeugenberichte und weitere Daten über dieses Ereignis:

Am 4 Dezember 1944 war auch der Krieg in Kleinensee angekommen.

In den Vormittagsstunden wurden im dichten Nebel Bomben über Kleinensee abgeworfen, die wahrscheinlich dem Bahnhofsgelände Bebra oder der Munitionsfabrik in Herfagrund galten.

Die Bombenabwürfe bildeten eine Schneise der Verwüstung  durch Kleinensee.

In Großensee wurde der Ortsrand getroffen, Schran, jetzt Keiderling.

Eine Bombe traf den Pferdestall, wobei ein Pferd getötet wurde. Eine weitere Bombe traf genau den Misthaufen und verteilte seinen Inhalt über Großensee. Bis ans Schulgebäude flog der Mist.

Die Bombenabwurflinie der Amerikaner ging weiter über Kleinensee. Hier wurde bei Maus Friedrich ("Weets"-Fried)  in der Bebraerstrasse die Scheune getroffen und weiter Richtung Ortsausgang entstanden viele Bombentrichter. 

Das Haus vor dem Bombenangriff

 

 

 

 


In der Berkaerstrasse gab es einen Volltreffer im Wohnhaus der Familie Andreas Banz (heute Wohnhaus Pfromm).

 

 

 

 

Zu den Opfern zählte auch Dina Schaub, die im Haus Spörer (ehemalige Schule) wohnte und bei "Juelens" im Sack beim Schlachten half. Wie es früher beim Schlachten üblich war, wurde Wurstebrüh zur Nachbarschaft und Verwandtschaft gebracht.

So war auch Dina unterwegs zur Verwandtschaft von Familie Banz. In der Berkaerstraße kurz vor ihrem Ziel wurde Sie noch angesprochen und sollte mit in den Keller kommen. "Ich schaff das schon, ich gehe schneller!".


Sie wollte unbedingt noch ihre Aufgabe erledigen. Als Sie das Haus erreichte, fiel die Bombe und zerstörte das Haus und seine Einwohner.

Wie das Leben so spielt! Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Zur Zeit wohnte auch Verwandtschaft aus dem Ruhrgebiet bei Banz, die vor dem Krieg dort und den Bombenangriffen in eine sichere Gegend zur Verwandtschaft auf dem Lande gingen.

Die Tragik ist manchmal unbegreiflich, hier kam auch die Familie Stein ums Leben.









 

 

 

 

Auch Hans-Joachim Kortenbach kam durch die Bebraerstrasse nach Hause und wurde gewarnt, sich in Sicherheit zu begeben. Er wollte schnell nach Hause und beeilte sich. Es war der Weg in den Tod.

Der Hausherr Andreas Maus war auf der Frühschicht im Kaliwerk Wintershall und erfuhr erst später von dem Unglück.

Die Gräber auf dem Friedhof sollen eine ewige Erinnerung und Mahnung sein, damit die Menschheit endlich zur Vernunft kommt. Gerade zur heutigen Zeit ist es wichtig, aus der Vergangenheit zu lernen!






In der Volksschule Kleinensee wurde wie üblich Unterricht gehalten. Man war die Geräusche der amerikanischen Flieger schon gewohnt. Lehrer Schad aus Bosserode hatte Unterricht und als die Erschütterungen der Bombenabwürfe zu heftig wurden, hieß es: "Alles in den Keller" In Panik sprangen die Schüler in den Keller des ehemaligen Gutshofes (der Schule).

Nach der Entwarnung liefen die Schulkinder alle nach Hause und wurden dort sehnsüchtig erwartet.

An diesem Tag wurden 7 Leben ausgelöscht und im "Sack" kam während des Bombenabwurfes ein Junge zur Welt. 

Der Vater dieses Jungen war schon im Frühjahr gefallen.

Niemand hatte geglaubt, das es so etwas in Kleinensee geben würde. 



Aus den Erinnerungen meiner Nachbarin Lieselotte Issleib geb. Schäfer  

Dieses Unheil erinnert mich an meine Kindheit

Es war der 4.Dezember 1944, kurz vor Weihnachten und mitten im 2. Weltkrieg. Mein Elternhaus stand in Kleinensee, wir hatten eine kleine Landwirtschaft, und als Acht-jährige lernte ich Schrecken und Angst kennen, die immer wieder gegenwärtig sind. Wenn die Amerikaner unser Gebiet überflogen, haben wir uns im Keller versteckt, so auch an jenem 4. Dezember. 

Als Ruhe eingekehrt war, wir also das Flugzeuggetöse nicht mehr hörten, sind wir aus dem Keller in' s Freie gekrochen. Unser Stall stand in hellen Flammen.

Mein Vater, von Beruf Stellmacher, hatte ihn aus Holz gebaut, unten fanden die Tiere ihre Unterkunft, und oben lagerte ein Vorrat an Heu und Stroh. Geistesgegenwärtig habe ich die Stalltür aufgerissen, und die Schweine konnten fliehen. Für Hasen im Hasenstall und Ziegen, die angebunden waren, gab es keine Rettung mehr.

Meine Mutter, mit meinem Bruder und meiner Schwester auf dem Arm, stand weinend im Hof und war zuTode erschrocken, als ich aus dem brennenden Stall heraus lief. Eine Nachbarin machte auf eine Brandbombe aufmerksam, die unser Wohnhaus getroffen hatte. Gott sei Dank war nur ein Zimmer zerstört, der Brand konnte gelöscht und der Schaden bald behoben werden.

Meine Großmutter hat vorübergehend unsere Schweine in ihrem Stall aufgenommen.

Mein Vater, bei der Wintershall AG in Heringen beschäftigt, kam von Frühschicht mit dem Zug bis Dankmarshausen und von dort mit dem Fahrrad nach Kleinensee.

Am selben Tag hatte eine Bombe im Wohnhaus des Cousins meiner Mutter unermessliches Leid und Schaden angerichtet: 7 Tote waren unter dem eingestürzten Haus begraben. Am nächsten Tag wurde die Frau des Cousins, die überlebt hat, mit ihrem toten Kind im Arm unter den Trümmern geborgen. Auch ihr zweites Kind war tödlich verletzt, so dass sie und ihr Mann übrig blieben.

Von Stund an war die Frau psychisch krank. Eine Nachbarsfrau, die gerade vom Schlachten Brühe gebracht hatte, wurde auch tödlich getroffen. Vermutlich galt der Bombenanschlag der Munitionsfabrik in Herfa und hat ihr Ziel verfehlt.

Die Dankmarshäuser Flur war voller Bombentrichter. Als Kassel von den Amerikanern bombardiert wurde, haben wir den hellen Schein des Feuers bei uns gesehen.

Dieses Unheil ist mir immer mal wieder vor Augen, und wenn ich in Kleinensee auf dem Friedhof bin, besuche ich die Kriegsgräber, die nach wie vor gepflegt werden. 

 

 

 

 

    

 

 

 

 

 


 

Britischer und amerikanische Bombenangriffe auf Kassel und andere hessische Städte, 4. Dezember 1944

Die britische Luftwaffe Royal Air Force unternimmt in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember einen Bombenangriff auf die nordhessische Metropole Kassel. Ziel des Angriffs sind die Verkehrseinrichtungen der Eisenbahn, deren Verbindung über Kassel zentrale Bedeutung sowohl für den in westlicher als auch in östlicher Richtung laufenden militärischen Nachschub für die Front besitzt. Bei Tag folgen 1.100 schwere Bomber der 8. Air Force der United States Army Air Force, die außer den Verschiebebahnhöfe in Kassel auch Ziele in Soest, Bebra1FuldaGießen und Mainz sowie in Koblenz und Friedberg angreifen. Am Mittag sind in Mainz und Wiesbaden schwere Bombenabwürfe zu verzeichnen, die sogar in Frankfurt am Main den Boden erbeben lassen.

 

(Quelle: lagisonline)

 

Der Luftangriff der USAAF auf die nordhessische Kleinstadt Bebra am 4. Dezember 1944 war der erste und einzige Luftangriff auf diesen Ort im Zweiten Weltkrieg. Das Hauptziel des Angriffs war der Rangierbahnhof Bebra, über den ein Großteil des deutschen Nachschubs abgewickelt wurde. 

Wikipedia

4. Dezember 1944 Bombenangriff auf Bebra

Angriff

Insgesamt hatten sich an diesem Tag 299 B-24-Bomber der 8. US-Luftflotte USAAF auf den Weg nach Bebra gemacht. Etwa 100 der Bomber mussten den Anflug abbrechen. Die restlichen 199 Bomber warfen von 12:43 Uhr bis 12:56 Uhr 1863 Spreng- und 39.160 Stabbrandbomben sowie Flugblätter auf Bebra ab. Nach der Einsatzplanung hätten auf Bebra 2786 Spreng- und 58.410 Stabbrandbomben fallen sollen. Der Angriff erfolgte bei nebelig trübem Wetter und geschlossener Wolkendecke, so dass viele Bomber ihr Ziel verfehlten und zahlreiche Bomben in den nahen Fuldaauen einschlugen. 

Der Angriff auf Bebra erfolgte von Osten nach Westen und dauerte insgesamt nur 13 Minuten. Dabei wurden Strom- und Wasserleitungen sowie die Telekommunikationseinrichtungen sofort zerstört. Der Zielanflug begann über dem thüringischen Dorf Dippach und endete kurz hinter Bebra. Der Bahnhof Bebra ist einschließlich der Umgehungsbahn und der Umladehalle ungefähr fünf Kilometer lang.

Innerhalb dieses Bombenteppichs von etwa 30 km Länge wurden 2000 Fünfzentnerbomben und etliche Stabbrandbomben abgeworfen.

Auf die Stadt, den Bahnhof und die Gemarkung Bebra wurden etwa 500 Fünfzentnerbomben und etliche Luftminen abgeworfen. Davon fielen auf das Stadtgebiet 216, auf das Bahngelände 24 und in die freie Gemarkung 260 Bomben. In das nordöstlich des Bahnhofs gelegene Wohngebiet fielen unzählige Stabbrandbomben. In das Stadt- und Bahngebiet fielen rund 50 Blindgänger, bzw. Zeitzünder, von denen innerhalb der ersten 24 Stunden noch 21 explodierten. Personenschäden gab es hierdurch zum Glück nicht mehr, man hatte die anliegenden Häuser schon evakuiert.

Opfer 

Innerhalb dieses Bombenteppichs gab es 83 Tote. In Bebra wurden 64 Personen getötet, darunter 

10 Wehrmachtsoldaten, ein italienischer Zivilarbeiter und zwei Kriegsgefangene. 

Schäden 

Es wurden bei dem Angriff drei Kirchen, etwa 40 Wohnhäuser, eine Schule und zehn Scheunen total zerstört. Leichte Beschädigungen erlitten etwa 400 Wohnhäuser. Im Bahnhof Bebra wurden 

19 Gleise unterbrochen. Die Eilguthalle brannte zu 4/5 aus. Hierdurch wurde ein mit Munition beladener gemischter Güterzug in Mitleidenschaft gezogen, der völlig ausbrannte und explodierte. Die Lokwerkstatt wurde zu 50 % beschädigt, zwei Lokschuppen zu je 1/8. 

 

Aus dem Internet Homepage Widdershausen: 

Luftangriff auf Dippach am 4. Dezember 1944
Nach dem Luftkampf im September 1944 war das Werratal am 4. Dezember 1944 wieder von militärischen Aktionen der amerikanischen Luftwaffe betroffen. Fraglich war das Ziel der Angriffe, möglicherweise galten sie dem Eisenbahntunnel nahe Hönebach der schon am 10.10.1941 von einem britischen Flugzeug mit 4 Bomben angegriffen wurde, eine Bombe fiel unmittelbar vor den Tunneleingang und zerstörte die Gleise. Ein weiteres Ziel könnte die sogenannte Heeresmunitionsanstalt in Dippach (Werk Alexandershall) gewesen sein. Neueste Recherchen in Archivunterlagen der US-Airforce nennen als Ziel den Eisenbahnknoten Bebra. Das Wetter sei aussergewöhnlich trübe gewesen, der zielgenaue Bombenabwurf entsprechend schwierig.

Der Angriff erfolgte in der Mittagszeit gegen 13:00 Uhr in 4 Einsätzen. Beim ersten Anflug fielen die Bomben zwischen Hönebach und Großensee in den nur 800 m von Hönebach entfernten Distrikt 49 des Wildecker Forstes. Auf einer Fläche von 15 Hektar stand nicht ein einziger Baum mehr. Zu dieser Zeit standen zwei voll beladene Munitionszüge auf dem Abstellgleis des Hönebacher Bahnhofs. 

Die Bomben des zweiten Anfluges schlugen im Ascher ein bis zum hinteren Weinberg. Geschätzt wurden 60 Einschläge. Beim dritten Anflug seien mehr als 60 Bomben auf die Aue an der Werra und zwischen Werthmühle bis zu den unteren Rasen abgeworfen worden. Die Bombenlast des vierten Anfluges traf Dippach. Mehr als 20 Todesopfer, daneben eine Reihe zerstörter Gebäude, waren das Ergebnis. 

Der Wassermeister von Dankmarshausen, Herr Nikolaus Eisenberg und der Elektriker, Herr Andreas Führer, waren während des Angriffs mit dem Bürgermeister, Herrn Georg Heuchel, in der Marbach. 

Sie wollten dort gemeinsam die Trinkwasserversorgung überprüfen. Ihren Berichten entsprechend sind die Männer sofort nach dem Angriff auf den Diesberg geeilt. Sie nahmen an, das Dorf sei schwer getroffen. Obwohl „Tausende“ von Brandgranaten abgeworfen waren, ging kein Gebäude in Flammen auf. Auf der Aue explodierten in den folgenden Stunden, immer noch Bomben mit Zeitzündern. 

Sie berichteten weiter, dass die Dankmarshäuser Feuerwehr zu Hilfe nach Dippach ausrückte. Weil aber die Strasse wegen der Bombentrichter nicht zu passieren war, musste die Wehr mit der Spritze über Widdershausen fahren. Einzelne Feuerwehrleute wagten es mit noch mehreren Dorfbewohnern, durch das Trichterfeld nach Dippach zu gelangen. Danach erst wurde das Ausmass der Katastrophe von Dippach bekannt, Telefonverbindungen gab es nicht, die Leitungen waren zerstört. 
Die Berichte lassen grosse Anteilnahme an den Ereignissen in Dippach erkennen. Dankmarshausen und die umliegenden Dörfer waren verschont geblieben.Trotz viel Schadens ausserhalb des Ortes, war unter den Einwohnern doch kein Menschenleben zu beklagen oder zu Schaden gekommen. 

An der Beerdigung der Dippacher Opfer, sie wurden Sarg an Sarg in einem Massengrab beigesetzt, nahmen überwältigend viele Bürger auch aus den Nachbargemeinden teil. Viele waren sehr betroffen von der Grabrede des Propagandaleiters Anton Dehnert. Er wohnte in Dankmarshausen und war dort lange Jahre Volksschulehrer. Er wird zitiert: „Die Feinde, die Amerikaner, sollen wissen, dass Dippach noch genug Hände hat, um die Toten zu beerdigen“. VielenMenschen sei damals die Schamesröte ins Gesicht gestiegen, anderen der Zorn. Tätlichkeiten gegen den Grabredner habe wohl die Angst vor der Gestapo verhindert. 

Quelle: Ludwig Zimmer, Dankmarshausen – ein Heimatbuch, Seite 214,Dankmarshausen 1998 
Johannes Katzmann, Hönebach nach dem Tunnelbau bis heute, Seite 132,Wildeck 1991 

Aus dem Internet:  http://www.b24.net/missions/MM120444.htm

 

The marshalling yards were assigned as primary with those at Koblenz the secondary.

Die Rangierbahnhöfe als primäre mit denen bei Koblenz Sekundär zugeordnet

Briefings were held at 0445 and 0600 hoursfor (19) aircrews. A take-off delay for weather was experienced

Briefings wurden  abgehalten um 04:45 und 06:00 Uhr für (19) Besatzungen. Eine Start Verzögerung für Wetter wurde  festgestellt.

but at 0830 all Group bombers started tolaunch. A total of (18) ships went over the target

aber um  08:30 Uhr  begannen alle Bombergruppen zu starten.

Insgesamt (18) Schiffe gingen über das Ziel. 

led by a GH ship and released (215) 500# GPs through 10/10thscloud cover.

durch eine GH Schiff geführt und veröffentlicht (215) 500 # GPs durch10/10-tel Wolkendecke.

No fighters were encountered and flak was negligible.

Kein Kämpfer wurden festgestellt und Flak war vernachlässigbar. 

 Allied fighter support was rated good. All ships returned around1615 hours with no damage.

Alliierte Jagd Unterstützung wurde gut bewertet. Alle Schiffe zurück rund1615 Stunden ohne Schaden. 

 

CREWLOADING LIST FOR
4 DECEMBER 1944

MISSION #208      Target: Bebra

Mission #208          Ziel:    Bebra

Maj. Sather, H. flew in the GH ship.